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Hoher Blutdruck ist gefährlich!

Auf unserer Plattform finden Betroffene und Ärzte wichtige Informationen rund um die arterielle Hypertonie

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Interessierte
Interessierte und Betroffen finden hier Informationen rund um den Bluthochdruck; angefangen vom Risikorechner bis hin zu Schulungen für Hypertoniker.

 

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Ärzte
Unser Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzte möglichst viele weitergehende Informationen rund um die arterielle Hypertonie bereitzustellen. Insbesondere bieten wir regelmäßig Fortbildungskurse zur Hypertonie an.

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Richtig Messen

 

►  Prinzipielles zum Messen  

►  Messen am Oberarm  

►  Messen am Handgelenk  

►  Bedeutung der Messwerte  

►  Vorteile der 24-Stunden Blutdruckmessung  

 


Voraussetzung für eine richtige Blutdruckmessung ist die Verwendung eines validierten Messgerätes. Nicht alle im Handel erhältliche Blutdruckgeräte messen den Blutdruck korrekt. Nur mit validierten Blutdruckmessgeräten können Sie sicher sein, dass der gemessene Wert auch richtig ist. 

 

Validierte Messgeräte sind Geräte, die nach einem international festgesetzten Verfahren geeicht worden sind. Eine Liste solcher Geräte finden Sie hier

 


Prinzipielles zum Messen
  • Die Messung muss mit einem geprüften Gerät durchgeführt werden.
  • Die Manschette muss die richtige Grösse haben und richtig angelegt werden (fest anliegend, nicht über dem Gewand, 2-3 cm oberhalb des Ellbogens, mit der Markierung an der richtigen Stelle, immer am gleichen Arm – an dem mit dem höheren Blutdruck). 
  • Da weniger Fehlermöglichkeiten bestehen, empfehlen wir die Verwendung einer Oberarmmanschette. 
  • Aufgrund der bei jedem Menschen auftretenden Blutdruckschwankungen empfehlen wir, die Messungen unter folgenden standardisierten Bedingungen vorzunehmen: 
  • Setzen Sie sich zum Messen entspannt in ein gemütliches Zimmer, lehnen Sie sich mit dem Rücken an der Sessellehne an. 
  • Warten Sie mit der Messung etwa 5 Minuten (lesen Sie zB eine Seite einer Zeitung).
  • Sprechen Sie nicht. 
  • Stützen Sie den Arm, an dem die Manschette angelegt ist, auf (zB auf einem Tisch).
  • Bewegen Sie den Messarm während der Messung nicht.
  • Messen Sie zweimal mit kurzem Abstand hintereinander und schreiben Sie den Durchschnittswert gleich auf.
  • Wenn schon blutdrucksenkende Medikamente eingenommen werden, dann messen Sie morgends vor der Tabletteneinnahme. 
  • Für alte Menschen empfehlen wir gelegentliche Messungen im Stehen, besonders wenn beim Aufstehen Schwindelzustände oder Fallneigung bestehen.

 

Wann soll gemessen werden?

Zu Beginn einer Messperiode, also wenn man feststellen möchte, ob man einen erhöhte Blutdruck hat oder zu Beginn einer neuen Behandlung misst man am besten 2 mal täglich: morgens (vor der Tabletteneinnahme), und abends. Wenn Ihre Morgenwerte vor der Tabletteneinnahme regelmäßig erhöht sind, besteht der Verdacht, dass Ihre Medikation nicht lange genug wirksam ist. Besprechen Sie das mit Ihrem Arzt. Zeitpunkt, Blutdruck- und Pulswerte sollten in einer Tabelle ( Blutdruckpass) eingetragen werden, sofern Ihr Gerät nicht automatisch diese Werte speichert. 

Sobald man sich einen Überblick über die Blutdruckwerte gemacht hat, genügen gelegentliche Messungen: Ist Ihr Blutdruck normal, kontrollieren Sie ihn halbjährlich; ist er unter Behandlung gut eingestellt, werden ein bis zwei morgendliche Messungen pro Woche genügen.

 

Was Sie auf keinen Fall machen sollten:

Wenn Sie einen besonders hohen Druck messen, sollten Sie nicht in Panik geraten. Angst erhöht den Blutdruck weiter. Fragen Sie sich, ob Sie Ihre Blutdruckmittel regelmäßig eingenommen haben; wenn nicht, nehmen Sie die zuletzt ausgelassene Medikation nach.

Wenn Sie Ihren Blutdruck sehr tief messen, sollten Sie die Blutdruckmedikation nicht auslassen, es sei denn, dass Sie sich sehr schwindelig oder schwach fühlen.

Sind die von Ihnen selbst gemessenen Werte ständig sehr tief oder zu hoch (also im Durchschnitt über 135/85mmHg) kontaktieren Sie Ihren Arzt.

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Messen am Oberarm

Die Europäische Hochdruckgesellschaft empfiehlt die Messung am Oberarm.

Ist die Manschette nichts wert, sind die Werte verkehrt.
Eine gute Blutdruckmanschette ist das Um und Auf richtiger Blutdruckwerte.

 

Gute Manschetten
  • bestehen aus einem Stück
  • sind elegant geschneidert und schmiegen sich faltenfrei um die Arme oder Handgelenke
  • passen wie ein Damenstrumpf; zwischen ihnen und der Haut bilden sich weder Höhlen noch Buchten,
  • ihre Anlegebügel sind schräg angesetzt,
  • ihr Klettverschluss am Ende der sich verjüngenden Manschette ist unverwüstlich
Schlechte Manschetten
  • bestehen aus zwei Teilen, einer Gummiseele und einer abnehmbaren Hülle.
  • Beide Teile sind rechteckig und lassen sich leicht gegeneinander verschieben.
  • Das Anlegen ist bei Armen, die von der Säulenform abweichen, ein Problem.
  • Die Manschetten passen bestenfalls wie lose Rockärmel.
  • Der Anlegebügel ist gerade angesetzt und verschiebt sich, wenn die Luftkammer gefüllt wird.
  • Haken-Ösenverschluss erschweren einen optimalen Manschettensitz.
  • Sich lösende Klettverschlüsse disqualifizieren jede Manschette.

 


Wer falsch misst, misst Mist!
 
Richtiges Messen mit Oberarmgeräten
  • Der untere Rand der Manschette liegt 1 bis 2 cm über der Ellenbeuge am unbekleideten Oberarm. 
  • Die Manschette wird angezogen und sitzt wie ein elastischer Strumpf.
  • Der Arm ist locker, die Muskeln sind entspannt. 
  • Am besten ist es, den Unterarm bequem auf eine Unterlage aufzulegen.

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Messen am Handgelenk

  • Der untere Rand der Manschette grenzt an die Handfläche.
  • Die Manschette wird straff angezogen.
  • Das Gerät wird in die Höhe des Herzens (Hand in der Achselhöhle) gehoben.
  • Während der Messung dürfen weder die Hand noch die Finger bewegt werden.
  • Das Handgelenk sollte locker gestreckt sein, also nicht abwinkeln!
  • Ob das Gerät zur Innenseite, zur Daumenseite oder zum Rücken des Unterarmes schaut, hängt vom Gerätetyp und dem entsprechenden Hinweis ab.

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Bedeutung der Messwerte

Bluthochdruck:
  • Zur Beurteilung der Blutdrucksituation einer Person benötigt man zumindest morgendliche und abendliche Messwerte über eine Woche, besser diese Werte über einen Monat.
  • Wenn der Durchschnitt der Werte der Selbstmessung über 135/85 mm Hg liegt, besteht ein Bluthochdruck ("arterielle Hypertonie") oder, wenn Sie bereits blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, eine unzureichende Blutdruckkontrolle ("Einstellung").
  • Einzelne Blutdruckspitzen oder Blutdrucktäler haben demgegenüber eine viel geringere Bedeutung. Sie können aber Anlass dazu sein, eine laufende Behandlung mit blutdrucksenkenden Medikamenten anders aufzuteilen oder auch länger wirksame Medikamente zu verordnen.

 

DDer Blutdruck entsteht durch eine Druckwelle.
 
Der systolische Blutdruck = Höhe des Wellenkamms.
Der diastolische Blutdruck = Höhe des Wellentals.
 
Die Blutdruckwerte schwanken ständig.
Jeder kann an sich beobachten, dass die Blutdruckwellen, so wie andere Wellen auch, ständig schwanken. Wer mehrmals hintereinander misst, findet bei nahezu jeder Messung andere Werte. Die Blutdruckschwankungen, die in Ruhe bestehen, werden durch Stress, Angst, Ärger, Schmerzen und vieles andere auch (wie Meereswellen durch ein Unwetter) verstärkt. Außerdem ändern sich die Werte im Verlauf des Tages oder auch eines Jahres.
 
Ein Messwertepaar gibt die Höhe eines Wellenkammes und Wellentals an. Da sich die Blutdruckwellen aber ständig nach oben und dann wieder nach unten ändern, sind zuverlässige Aussagen erst möglich, wenn man mehrere Werte, besser noch, viele Werte kennt. Für eine erste Diagnose eines Bluthochdrucks sind mindestens morgendliche und abendliche Blutdruckwerte (je zweimal gemessen) über eine Woche nötig, besser ist es allerdings, diese Messwerte über einen Monat zu erheben.
 
Sind die von Ihnen selbst gemessenen Werte ständig sehr tief oder zu hoch (also im Durchschnitt über 135/85 mm Hg), kontaktieren Sie Ihren Arzt.

 

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Die Vorteile der 24h-Blutdruckmessung

Wenig bekannt ist, dass der Blutdruck physiologisch (dh auch beim Gesunden) ausgeprägte Schwankungen, die systolisch um 60 mmHg und diastolisch um 40 mmHg liegen, aufweist; außerdem unterliegt er im Tagesverlauf deutlichen Schwankungen mit den höchsten Werten am Morgen. Diese Schwankungen ("Blutdruckvariabilität") spiegelt auch die nötige Anpassung der Blut- bzw. Sauerstoffzufuhr über die Veränderungen der Herzleistung an den jeweiligen allgemeinen oder lokalen Bedarf (z.B. bei Muskelaktivität) wider. Aber auch psychische Belastungen, wie z.B. oft auch die Blutdruckmessung durch den Arzt, führen durch Ausschüttung von Stresshormonen zu Veränderungen in der Kreislaufregulation und damit zum Blutdruckanstieg. 

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