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Hoher Blutdruck ist gefährlich!

Auf unserer Plattform finden Betroffene und Ärzte wichtige Informationen rund um die arterielle Hypertonie

ÖGH Fortbildungskurse

Für Ärztinnen und Ärzte veranstaltet die ÖGH regelmäßig Kurse zur Hypertonie. Gleich anmelden!

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Interessierte
Interessierte und Betroffen finden hier Informationen rund um den Bluthochdruck; angefangen vom Risikorechner bis hin zu Schulungen für Hypertoniker.

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Ärzte
Unser Ziel ist es, Ärztinnen und Ärzte möglichst viele weitergehende Informationen rund um die arterielle Hypertonie bereitzustellen. Insbesondere bieten wir regelmäßig Fortbildungskurse zur Hypertonie an.

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"Auf Herz und Nieren Prüfen"

 

Risiko Bluthochdruck

 


Hypertonie ist Gesundheitsrisiko:

Durch Nichtbehandlung erhöhter Blutdruckwerte bestehen massive Gesundheits-Risiken. Bluthochdruck ist aber bei vielen Patienten unentdeckt, bei vielen Patienten mit bekannter Hypertonie gar nicht, oder nicht ausreichend gut behandelt. 

Bluthochdruck stellt einen der bedeutendsten Risikofaktoren für Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz, Gefäßprobleme oder den endgültigen Verlust der Nierenfunktion dar. Sind bereits Organschäden aufgetreten und bleibt Bluthochdruck dennoch unbehandelt, ist das Überleben der Patienten ganz wesentlich verkürzt und nur jenem von „Krebserkrankungen“ vergleichbar.

 

 
Bluthochdruck oft erstes Zeichen von Nierenerkrankungen:

Bluthochdruck ist oft das erste Zeichen einer Nierenerkrankung. Die Niere hat in der Hypertonie eine ganz besondere Bedeutung. Sie kann sowohl „Täter als auch Opfer“ sein. Das heißt, dass die Niere häufig Auslöser einer Hypertonie ist (bei einem von zehn hypertonen Patienten), andererseits aber auch durch Bluthochdruck massiv gefährdet ist. Diese Gefährdung kann bis zur Notwendigkeit einer Dialysebehandlung führen. Um eine optimale Organprotektion zu erzielen, müssen neben der spezifischen Therapie der Grunderkrankung, die Blutdruckwerte unbedingt in den Normbereich gebracht werden. Die Zielblutdruckwerte bei Nierenpatienten liegen noch tiefer als bei Patienten mit unkomplizierter Hypertonie.
 

Blutdruckziel bei Nierenpatienten:

Werte unter 130 / 80 mmHg.

 

 

Hypertonie mit/ohne Diabetes Hauptursache für Dialyse in Österreich:

Durch eine antihypertensive Therapie kann neben dem kardiovaskulären Risiko auch das Risiko für das Auftreten oder das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz reduziert werden. Dennoch wird der Hypertoniebehandlung vielfach nicht die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Dies erklärt möglicherweise auch, daß in Österreich nach diabetischer Nephropathie, vaskuläre Nephropathien die häufigste Ursache für eine dialysepflichtige Niereninsuffizienz darstellen. Bei mehr als der Hälfte der Dialysepatienten sind Bluthochdruck und/oder Diabetes die Ursache für das Nierenversagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: ÖDTR 2006

Legende: DM-Diabetes Mellitus, vask- vaskulär, d.h. hochdruckverursacht, IN/PN-interstitielle Nephritis, Pyelonephritis, Hered-vererbte Ursache, GN-Glomerulonephritis, SN-Schrumpfniere (d.h. keine Diagnose möglich, da Patient zu spät zum Nierenfacharzt gekommen ist und das Nierengewebe bereits vernarbt ist) 

 


Steigende Anzahl von Patienten an Nierenersatztherapie in Österreich:

In den letzte 10 Jahren ist die Zahl von Dialyspatienten und Nieren-transplantierten Patienten in Österreich deutlich gestiegen. Von 5000 Patienten im Jahr 1995 ist die Zahl auf derzeit über 7500 Patienten angewachsen. Die Steigerung beträgt etwa 5% pro Jahr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Quelle: ÖDTR 2006

 
Behandlung ist möglich:

Nierenerkrankungen und Bluthochdruck können heute erfreulicherweise gut behandelt werden. Zur Behandlung steht eine große Anzahl von gut verträglichen Medikamenten zur Verfügung, durch die die dramatischen Nebenwirkungen (z.B. Dialyse) verhindert werden können.

 


Hypertoniebehandlung hilft Kosten sparen:

Die geschätzten Kosten pro Dialysepatient pro Jahr betragen etwa 40.000 Euro, während transplantierte Patienten eines finanziellen Aufwandes von etwa 20.000 Euro bedürfen. Wenn es also gelingt, durch eine frühzeitige Erkennung und konsequente Behandlung einer Hypertonie (dem häufigsten (Co-) Faktor für Dialysepflichtigkeit) eine Dialysebehandlung mehrere Jahre hinauszuzögern oder überhaupt zu verhindern, würde dadurch eine enorme Kostenersparnis für das Gesundheitssystem möglich sein.

 

 
Früherkennung von Hypertonie und Nierenerkrankungen:

Nur durch eine rechtzeitige Diagnose von Hypertonie und Nierenerkrankungen kann eine effiziente Therapie eingeleitet werden und die Chance, die Erkrankung zum Stillstand zu bringen, gewahrt werden. Nicht nur zur Vermeidung von hypertoniebedingten Komplikationen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Dialyse etc.) sondern auch zur frühen Entdeckung und Vermeidung von Nierenerkrankungen ist Blutdruckmessen und Blutdruckbehandeln wichtig. 

 


Fazit:

Jeder sollte seinen Blutdruck kennen und falls erhöhte Blutdruckwerte vorliegen auf „Herz und vor allem auch auf Nieren“ geprüft werden.

 


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